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Grün-rote Meinungskorridore sind uns zu eng

Zum geplanten Auftritt von Uwe Steimle gab die Burger Volksstimme in ihrer Ausgabe vom 20. August dem „Burger Bündnis gegen Rechts“ eine Plattform, um den bekannten Kabarettisten zu diffamieren. Der Vorsitzende des genannten Bündnisses äußerte sich dabei wie folgt: „Wir haben doch im Moment ein Akzeptanzproblem der Demokratie in unserem Land, und die Sätze von Steimle verstärken das noch“, das bediene Ängste. Ferner möchte er sicherstellen, dass Kunst- und Meinungsfreiheit nicht zur Schädigung demokratischer Institutionen genutzt werden. Dazu der Kreisvorsitzende der AfD und Landtagsabgeordnete Gordon Köhler: „Herr Gümbel scheint nicht zu verstehen, dass große Teile der etablierten Politik für Enttäuschung und Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung sorgen. Kabarett und damit auch Uwe Steimle haben das essenzielle Grundrecht, genau diese Zustände zu benennen. Wir haben eine Rechtsordnung, die bei Verstößen greift. Zusätzlicher rot-grüner Tugendwächter bedarf es hierbei nicht“ Die traurige Ironie des ganzen Artikels: Dass ominöse Bündnisse Gesinnungs-„Dossiers“ über Personen führen und Veranstaltungen verhindern wollen – und damit Steimles Kritik in jeder Hinsicht bestätigen – scheint weniger von Interesse zu sein, als die Frage, wie unbequeme Meinungen am besten aus dem öffentlichen Raum herausgehalten werden können.